» 29 Mai 2005

Insider

Endlich: Mein neues Heim bietet Katzencontent und zwar ungefähr zehn verschiedene Tiere.


Und ganz neu dabei: Squirrelcontent!



» 27 Mai 2005

Update

Es ist Memorial Day Weekend1 und mein verlängertes Wochenende hat eigentlich schon um 11:30 uhr angefangen, weil mein Chef uns hat früher gehen lassen.
Das brachte mir genügend Zeit, um mich mal mit folgendem zu beschäftigen:
Erstens habe ich endlich meinen Sattel von meinem blöden Wal*Mart-Fahrrad repariert. Und mit repariert meine ich ersetzt, weil der von so einer beschissene Qualität war, dass ich lieber 30 Dollar in einen neuen investiere.
Zweitens habe ich die Spüle in meinem neuen Heim geputzt, weil die es mal wirklich nötig hatte (Schimmel, Ade!)
Und drittens konnte ich mich endlich aufraffen, neue Bilder hochzuladen: http://mushaboom.com/nawlins/illustrationen/
Jetzt muss ich mich nur noch um die Berichte zu den Bildern kümmern.

1 Am Montag ist Memorial Day, an dem man der gefallenen Soldaten aus allen US-Kriegen gedenkt.



»

Umgezogen

Am Dienstag bin ich von hier nach hier gezogen. Ein beachtlicher Fortschritt, wenn man bedenkt, dass meine Arbeit hier ist.



» 23 Mai 2005

Rückblick

  • am letzten Freitag beim Spring Fling abgestürzt

  • am Samstag nach Memphis, Tennessee, gefahren und selbiges besichtigt

  • am Sonntag den King auf Graceland besucht, in Stuttgart, Arkensas, gewesen und in der wohl originellsten Absteige im Südwesten der USA ... ähm, ja ... abgestiegen

  • und heute nach mehr als 1 000 Meilen wieder angekommen
Puh!

Ausführlichkeiten mit Bildern gibt's später. Die Houston-Tour muss ich ja auch noch nachreichen.




» 20 Mai 2005

Mein wunderbarer Waschsalon

Mein temporäres Heim verfügt zwas über Waschmaschine und Trockner, aber aus diversen Gründen, die hier nicht weiter erörtert werden sollen, bin ich zum ersten mal in meinem Leben in einen Waschsalon.
Und weil ich in Deutschland an der mütterlichen Waschmaschine stets verzweifle (Schongang? Feinwäsche?), war ich hier doch angenehm überrascht, dass sich der Amerikaner mit weniger Programmen begnügt; kalt, warm und heiss (plus zwei extra Knöpfe, deren Bedeutung sich mir nicht ganz erschlossen). Waschpulver gezogen (je 50 Cent), alles Weisse in eine und alles Bunte in eine andere Maschine. Beide Maschinen mit 75 Cent gefüttert, Pulver rein, Deckel zu und los. Weil ich jetzt auch nicht wusste, wie sich die neu gekauften Klamotten so mit den alten vertragen, habe ich mich für kalt als Temperaturstufe entschieden (kalt bedeute hier dezent warm). Anschliessend 30 Minuten im Coffee-Shop nebenan verbracht, dann zurück, um erleichter festzustellen, dass nichts abgefärbt hat.
Die gesamte Wäsche in so 'ne Art Einkaufskorb gehievt, um den ganzen Haufen bequem zum Trockner zu befördern. 75 Cent in den Trockner geworfen, damit er mir ein 'Error' anzeigt, mein Geld aber nicht wieder her gibt. Trockner Nummer 2 ebenfalls mit 75 Cent gefüttert, Wäsche rein und los.
Halbe Stunde vorm Salon 'rumgehangen.
Wäsche aus dem Trockner in meinen 'Einkaufswagen' und zum Tisch gerollt, an dem man dann beim Zusammenlegen und -rollen feststellen kann, wie viele Socken verloren gegangen sind.
Praktisch auch, dass es für Kunden Kaffee umsonst gibt und nebenher Fernsehen läuft, wo ich mich dann über Kylies Brustkrebs habe informieren lassen.
Festgestellt, dass noch alle Socken und sonstigen Klamotten vollzählig vorhanden sind und alles in meiner Tasche verstaut und nach Hause in meine kleine Stresser-WG zurückgeradelt. Ein Wahnsinnserlebnis also im Waschsalon, an dem ich einfach mal alle Leser teilhaben lassen wollte.
(Auf die Stresser-WG komme ich demnächst noch einmal zurück.)



» 18 Mai 2005

Sith happens.

An dieser Stelle mein herlziches Beileid an die Kino-Kollegen, die im Verlauf der folgenden Wochen arbeiten müssen.
Ich werde mir noch gut überlegen müssen, ob ich am Premierenwochenende in Star Wars - Episode III gehe. Ach nein, muss ich ja gar nicht. Wir fahren doch am Samstag zum King nach Graceland in Memphis, Tennessee. Und dann machen wir noch einen Abstecher nach - Achtung! - Stuttgart, Arkansas, die Welthauptstadt für Reis und Enten (und das bei 21 000 Einwohnern). I'm so excited! ;-)

Nachtrag zu Star Wars
Gerade als ich den Artikel veröffentlicht habe, richteten sich zwei Jungs ihren Kaffee neben mir an der Kaffeetheke (Milch, Zucker, ...). Der eine hat den anderen damit aufgezogen, dass der keine Karten hat. Dann begann er zu singen: "Staaaar Waaaars - I'm going tonight, and you're nooooot, 'cos IIIII'm a much better nerd thaaaan yoooouuuu!"
Lassen wir das einfach mal so stehen.



» 16 Mai 2005

Nachgetragen

Der Beitrag Im Sumpf, im Outlet und am Strand wurde nachgetragen und aus chronistischen Gründen zurück datiert, damit man nicht durcheinander kommt.



»

Delicious

Reese's Peanut Butter Cups gibt's auch mit weisser Schocki. Hmmmm!



» 15 Mai 2005

Lebenszeichen

Am Wochenende 870 mi (~1 400 km) hinter uns gebracht, um Houston, Texas, zu besichtigen und in Galveston, Texas, im Golf von Mexiko bei bestem Wetter zu schwimmen.
Ausführlicher Bericht zu diesem Ausflug und zum letzten (Swamp Tour) folgen noch. Bilder natürlich auch.



» 11 Mai 2005

Oh, you're from Germany!

Dass die Deutschen im Ausland nicht geliebt und ständig mit erhobenem rechten Arm begrüsst werden, halte ich, zumindest hier in N.O., für ein Gerücht. Die Frage 'Where're you from?' stellt sich hier eigentlich bei jeder Gelegenheit. Sei es einfach nur aus Interesse oder zur Gesprächseröffnung. Und da jeder Amerikaner mindestens schon einmal in Deutschland war und sich wahlweise in Hamburg, Heidelberg, Munich oder Berlin aufgehalten hat (und wenn er noch nicht da war, hat er zumindest Verwandte/Freunde/Bekannte/Geschäftspartner in besagten Städten), gibt es immer eine Basis auf der man plaudern kann. Der Themenbereich erstreckt sich fast immer von Bier, über die Autobahn, zurück zum Bier und schliesslich zu rudimentären Deutschkenntnissen auf Seiten des amerikanischen Gesprächspartners.
Immer wieder gern gehört und gesagt werden Sprichwörter (Idiome), die manchmal eine frappierend gute Umsetzung in beiden Sprachen finden.

Mehr dazu gibt es hier (auf Englisch): Deutsch-Englishes Glossar für Sprichwörter [about.com]
Am besten gefällt mir:
Dann ist aber die Kacke am Dampfen. - Then the shit will really hit the fan. [Dann trifft die Scheisse wirklich den Ventilator.]



»

It's getting hot in here!

Ja, der Südstaaten-Sommer nimmt so langsam seinen Lauf. Gestern wurden zum ersten mal mehr als 30°C verzeichnet (morgens, um 7:00 Uhr) und heute ist es nicht besser (gefühlte Temperatur liegt bei 35°C).
Wer sich noch daran erinnert, wie es vor zwei Jahren in Deutschland war (und wer tut das nicht?), der kann sich ein Bild davon machen, wie es hier so ist. Mit dem Unterschied, dass es auch abends warm bleibt, schwül ist und generell sehr lebensfeindlich für jeden Menschen, der unter solchen Temperaturen leben zu muss.
Und das ist erst der Anfang! Im Juli und im August kriecht das Thermometer bis zur 40iger-Marke und hält sich dort, bis im September dann allmählich kühleres Klima Einzu hält.
Natürlich regnet es auch dann und wann einmal, leider tragen diese Sintfluten nichts zum Wohlbefinden bei, denn es bleibt warm und schwül. Rund um die Uhr.

Wer sich jetzt denkt, man könne doch einfach baden gehen, wenn's einem zu heiss ist, der liegt generell zwar richtig, in N.O. aber leider falsch.
Im Mississippi kann man nicht baden, weil es a) Strömung, b) Dreck und c) Krokodile gibt. Letztere springen hier zwar nicht wild durch die Gegend, aber ein kleineres Exemplar habe ich letztes mal schon am Fährhafen sichten dürfen.
Im Norden der Stadt liegt Lake Pontchartrain, der aber auch nicht zum Baden einlädt, weil er im N.O.-Bereich eher als Industriesee dient und kein Naherholungsgebiet darstellt. Dafür wird einem die längste Brücke der Welt geboten (38 km, Bilder: hier, hier und hier).
Und Freibäder? Nein, gibt's nicht mehr. Aber man kann sich hier wohl in die Pools der gr0ssen Hotels auf der Canal Street schmuggeln. Diesem Gerücht muss ich wohl demnächst einfach mal nachgehen.



» 10 Mai 2005

Bilder

So, die Bilderecke ist nun fertig und wird nach und nach gefüllt. Ich hoffe nur, dass mein Webspace ausreicht, obwohl ich die Bilder schon ordentlich habe schrumpfen lassen.
Alle Bilder finden sich zukünftig nun unter Illustrationen (oder einfach auf der rechten Seite klicken). Daher einfach ab und zu mal dort vorbei schauen. Ich werde sicherlich aber auch hier darauf hinweisen.



»

Postkarten

Wer eine Postkarte will, schreibe bitte eine Email mit Adresse an: nawlins@mushaboom.com.



» 09 Mai 2005

Im Sumpf, im Outlet und am Strand

Am Sonntag hatten wir uns aufgemacht nach Slidell, der Nachbarstadt von N.O.,1 um dort an Dr. Paul Wagner's Honey Island Swamp Tour teilzunehmen. Was der Doktor im Titel soll, weiss ich auch nicht, denn eigentlich wähne ich mich in den USA und nicht inÖsterreich.
Der Spass kostet jedenfalls $23 und man kann die Flora und Fauna von Louisiana bewundern, während man mit 25 anderen Touristen in einem Boot sitzt und durch den Sumpf düst. Man hält dann auch mal an, wenn ein Schni-Schna-Schnappi Krokodil2 im Wasser entdeckt wurde und dann bewirft man es mit Marshmallows, um es zum Fressen zu bringen. Die die wir gesehen haben, sind aber immer untergetaucht oder haben sich gar nicht bewegt. Genau wie die Schlangen und die Graureiher, die wir gesehen haben. Es gab nur minimale Bewegungen der Tiere zu sehen, weshalb wir später zu der Annahme kamen, dass das alles nur vorgetäuscht wird und sich Mitarbeiter von Dr. Paul Wagner in Kostüme zwängen, im Wasser ausharren bis die Touris kommen, sich mit Marshmallows bewerfen lassen und anschliessend am Flussufer erst mal ein Budweiser kippen. Beweise für diese These konnten wir leider nicht finden. Aber die zweistündige Swamp Tour hat sich trotzdem gelohnt.

Es ging dann weiter in die Prime Outlets in Gulfport, Mississippi. Der aufmerksame Leser wird an dieser Stelle merken, dass es sich a) um einen anderen Bundesstaat handelt und b) es immer noch Sonntag ist.
alle klamotten sind wahnsinnig billig von Nike bis Ralph Lauren alle grossen Namen vertreten. Wie schon zu früheren Shopping-Orgien (Hallo, Timo!) sind die Kleidungsgrössen ein Problem. Wenn man ein T-Shirt in M anprobiert, hängt das schon in den Knien und bei der Suche nach S stolpert man immer über XXXXL (!!) T-Shirts und fragt sich, wer sowas allen Ernstes trägt und wie fett derjenige eigentlich sein muss, um so ein Kinderzelt zu tragen. Wir sind dann geradewegs in die Kinderabteilung ausgewichen, und haben dort ordentlich Grössen zu noch günstigeren Preisen ausfindig machen können.

Nach unserem äusserst erfolgreichen und günstigem Beutezug ging es noch ein Stück weiter an den Strand von Gulfport. Recht nett dort. Im Wasser waren wir aber nicht, weil wir keine Handtücher dabei hatten und nachher auch nicht Christis Auto volltropfen wollten. Aber bis zu den Knien sind wir dann schon ins Wasser. Der Strand ist ein wenig wie an der Nordsee, das Golfwasser auch. Also eher braun und mit langegezogenem flachem Gewässer - nur viel wärmer (Golfstrom und so).


1 'Nachbar' impliziert zwar Nähe, aber wir mussten trotzdem 45 auf'm Highway verbringen.
2 Trotz Bio-LK weiss ich leider nicht den Unterschied zwischen Krokodil und Aligator. Ist es die Grösse, die Umwelt, der Hunger? Wer hilft?



» 07 Mai 2005

It's all about the books.

Zugeworfenes Stöckchen von Vasili.

1. you’re stuck inside fahrenheit 451, which book do you want to be?
Das das nicht verbrannt wird (logisch!).
2. have you ever had a crush on a fictional character?
Nein.
3. the last book you bought is:
Pons Wörterbuch, Englisch/Deutsch, Deutsch/Englisch, weil ich die Expertenausgabe dann doch nicht mitnehmen wollte.
4. the last book you read:
Native Son von Richard Wright.
5. what are you currently reading?
Kopierte Kapitel aus Lexeme-morpheme base Morphology von Richard Beard.
6. five books you would take have taken to a desert island New Orleans:
Eduard Mörike, Das Stuttgarter Hutzelmännle.
Horst Dippel, Geschichte der USA.
Paul Auster, Die New York-Trilogie (Stadt aus Glas, Schlagschatten, Hinter verschlossenen Türen).
Bill Bryson, The Lost Continent.
Lonely Planet New Orleans.
7. who are you going to pass this stick to (3 persons) and why?
Vielleicht an Sebastian, der sich endlich mal ein Weblog für seinen Shanghai-Aufenthalt besorgen soll. Die anderen zwei stehen noch aus. Wer will, kann sich in den Kommentaren versuchen.



» 06 Mai 2005

Das glaub ich nicht, Tim.

Gerade beim Pizza Hut zum Essen gewesen und wie überall hier, hängt natürlich auch da ein Fernseher. Es lief FOX, der Sender von dem RTL die meisten Formate 'übernimmt'. Und was läuft da? Die amerikanische (Original-) Version vom Familienduell mit dem Namen Family Feud (Familienfehde). Gleiches Konzept und gleiches Cross Promotion der eigenen Senderlieblinge. Ein paar Teilnehmer von der amerikanischen Version von Deutschland sucht den Superstar (heisst hier American Idol) das natürlich auch bei FOX läuft. Wo wir Werner Schulze-Erdel als Moderator ertragen mussten, spasst sich hier Richard Karn, (Flanell-) Al aus Hör' mal, wer da hämmert, durch die Sendung.



»

Celebrity City

Christi, meine Mitbewohnerin, hat mir gerade erzählt, dass sie gestern abend Frankie Muniz (Malcolm mittendrin, Agent Cody Banks) in einem Club getroffen hat. Und erst kürzlich hat sie Sean Penn verpasst. Awesome! ;-)



»

Guys' Night Out

Timm und ich waren in einer Bier-Bar, ein Ort, an dem sämtliche Biersorten gibt, die 'wichtig' sind. Ganz vorne dabei: Deutschland. Timm hielt sich an Warsteiner und zeigte sich sichtlich entäuscht, dass es kein Becks Gold gibt, ich hingegen habe mich erst mit einem Samuel Adams (America's World Class Beer und drinkbar)versucht, und mich anschliessend an Spaten Oktoberfest gehalten. Nachdem wir vom Bier genug hatten ging es nach schräg gegenüber in die Daiquiri-Bar, in der wir uns mit einem guten 20 oz (~600 ml) Bellini Daiquiri (irgendwas mit Pfirsisch) erfreuten, der mit $5,00 einen fairen Preis für diese Menge hat.



» 05 Mai 2005

Das heutige Datum...

...muss man einfach mitnehmen. Wie oft hat man denn 05.05.05 und damit eine Konversion der europäischen (TT. MM.JJ) und amerikanischen (MM/TT/JJ) Schreibweise des Datums, womit der eigentliche Themenbezug dieses Weblogs nun wiederhergestellt ist, auch wenn in der hiesigen Datumsanzeige der Monat ohnehin ausgeschrieben wird. Ach, was soll's ... *auf Eintragen & Publizieren klick*



» 04 Mai 2005

Diverse 1: Magazine

Der Magazinmarkt in den USA ist reich an Ausgaben nur für Schwarze (Ebony, Black Woman Today, ...)

Die Klatschpresse ist 'jünger' als in Deutschland. Königshäuser interessieren keinen, dafür will man aber wissen, was Brad mit Angelina so macht und was Jennifer dazu sagt.

People Magazine hat die 50 schönsten Menschen gekürt (Frau Roberts ist auf Platz 1.).

InStyle hat hier 485 Seiten.

Esquire hat ein weltweites Frauenbild erstellt. Ganz viele lustige Zahlen, geben Aufschluss darüber, wie Frauen in anderen Ländern der Welt ticken. Die Frage, ob sie mit einem amerikanischen Mann ausgehen würden, beantworten 95% der deutschen Frauen mit Ja und 76% der russichen Frauen mit Nein.



» 03 Mai 2005

generelle Beobachtungen

New Orleans ist untypisch amerikanisch:
• Es gibt einen Fahrradweg. Betonung liegt auf einen. Darüber kann der Europäer nur lachen. ;-)
• Aufgesetzte Freundlichkeit gibt es hier so gut wie nicht. Wer nicht in Stimmung ist freundlich zu sein, knurrt ein Howyadoing? und das war's. Auch diese Have nice day! (o.ä.) am Ende des Einkaufs hört man hier selten. (Ich kann mich natürlich auch irren und die Leute sind einfach wegen meiner Person nicht freundlich.)
Metroblogging New Orleans notiert
New Orleans is a magical city. A large third-world town. A place where time slows down and spirits raised up in more than one way.
Und weil einfach alles ausser dem Geschäftsviertel wirklich alt ist und auch absichtlich (oder aus Faulheit) so gehalten wird stimmt die Charakterisierung einer grossen Dritte-Welt-Stadt ein wenig. Man denke nur an die Strassenbahn, die seit 1835 in Betrieb ist und damit zur ältesten, dauerhaft betriebenen Strassenbahn der Welt zählt.



»

Einfach mal angeben.

Um mal alle Daheimgebliebenen neidisch zumachen:
Ich sitze gerade bei einem 'Coffee of the day' (französiche Röstung) in einem kleinen Café-Innenhof mit kostenlosem WLAN und geniesse 25°C mit Sonne.
Neidkommentare sind gerne gesehen und werden mit äußerster Zufriedenheit entgegengenommen. ;-)



»

Protest in Südwest

Da bin ich einmal nicht da und schon passiert an der Uni Stuttgart was: Studentenproteste darf ich dann bei spiegel.de lesen und ganz großes Bloggen beim dazugehörigen Streikblog. Oh, man...
Bester Satzteil aus dem Spiegelartikel "Im Stadtzentrum protestierten Montag rund 200 Studenten gegen Studiengebühren; ..." Haha! Wenn das nicht schon alles aussagt. An einer Uni mit gut und gerne 10 000 20 000 Studenten treffen sich 200 zur Revolte und fühlen sich dann sicher herrlich subversiv.



» 02 Mai 2005

Skype Me!

Ich habe mir Skype besorgt. Wer will, kann mich jetzt anrufen (geht nur mit Headset von Skype zu Skype) oder auch Nachrichten schreiben (wie bei ICQ, AIM und allen anderen Instant Messengern).
Ich kann jetzt auch vom Laptop aus nach Deutschland anrufen. Mit zwei Cent pro Minute ist das nicht teurer als die Telefonkarten hier. Nur muss ich nicht auf der Strasse am Münztelefon stehen, sondern kann hier ganz bequem von beinahe jedem Café aus skypen. So gut wie alle Cafés bieten hier kostenloses (!!) WLAN an. Man muss eben einfach nur einen Kaffee trinken (manchmal nicht einmal das).

Mein Skypename: nawlins0815
Skype herunterladen: hier (deutsch, ca 6,5 MB)
Wie's funktioniert und was es ist: hier und hier



»

Das Fahrradtheater

Da der ÖPNV hier nicht der Bringer ist, weil es zwar Busse und drei uralte Streetcars (Strassenbahnen - mehr oder weniger) gibt, aber der Fahrplan nicht immer so eingehalten wird. Es gibt zwar einen Fahrplan für alle, den findet man aber nirgends und nur in der RTA-Zentrale (so heisst der ÖPNV von New Orleans). An den Haltestellen gibt es so was natürlich auch nicht, wahrscheinlich weil der Vandalismus hier immer präsent ist.

Also auf zum Wal*Mart und ein Fahrrad gekauft. Alles sehr günstig und jedenfalls gerade so gut, dass für den Preis alles ungefähr ein halbes Jahr halten sollte. Also $98 für ein Fahrrad hingelegt und gleich noch ein wneig Werkzeug gekauft, weil man ja auch mal was verstellen muss.
Fahrräder brauchen hier übrigens kein Licht, müssen aber Reflektoren in den Speichen sowie vorne und hinten besitzen. Helmpflicht gibt's auch nicht, aber wird empfohlen. Schutzbleche und Gepäckträger gibt's bei Mountainbikes auch nicht dazu und ebenfalls nicht beim Wal*Mart zu kaufen.

Jedenfalls fiel meine Wahl auf ein schickes Radel mit sieben Gängen, ohne Schutzbleche und extra Federung. Letzteres sollte sich noch als Störfaktor herausstellen.
Auf ging's zur Testfahrt zum Fahrradgeschäft (das keine Fahrradparkplätze hat). Der erste Eindruck vom Rad: OK für das Geld. Im Fahrradgeschäft bekomme ich dann gesagt, dass ich keinen Korb montieren kann, hinten jedenfalls nicht, weil sich das sonst mit der oben erwähnten extra Federung in die Quere kommt. Vorne will ich aber auch einen keinen Korb haben, weil das unpraktisch ist und dazu noch scheisse aussieht, als es dann noch Probleme mit den Schutzblechen gibt (braucht man hier bei kurfristigen Gewittern einfach). Es bleibt nur der Umtausch beim Wal*Mart. Also auf Amerikas (vermutlich) einzigem ausgewiesenen Fahrradweg zurück und das ganz umgetauscht.
Blöd nur, dass ich erst zu Hause gemerkt habe, dass die Kette sehr locker ist und wahrscheinlich schnell herunterspringen wird. Gedacht - passiert. Heute, bei meinem ersten Weg zum Verlag hat sich die Kette dann auch gleich mehrmals verabschiedet. Jetzt wollte ich doch das erste Fahrrad wieder haben und lieber gar keinen Korb, aber dafür ein Fahrrad, das zuverlässig fährt. Wollte der blöde Customer Service nicht machen, dafür haben sie die Kette gespannt. Klar, dass hätte ich auch selbst machen können, aber ich kaufe mir doch nicht noch mehr Werkzeug. Naja, jetzt geht's jedenfalls und fährt zuverlässig...



» 01 Mai 2005

kurze notiert

Es gibt hier fingerdicke und -lange Raupen. Pestartig kriechen die wirklich überall rum und heften sich unbemerkt an die Kleidung. Die kleinen Biester haben Stacheln und wenn man die Raupen berührt bekommt man knallrote Brandflecke.

Am Donnerstag bin ich aus dem Hotel in meine neue Bleibe gezogen. Zumindest bis ca. Ende Mai werde ich hier zusammen mit Christi und ein paar anderen wohnen und anschliessend die Wohung von Timm, der andere Praktikant, übernehmen. Zumindest ist das der Masterplan und ich hoffe einfach darauf, dass es klappt.

Über's Wochenende war noch ein anderer Praktikant aus Atlanta da. Chris ist aus der gleichen Stadt wie Timm (Nähe Bieleld) und mit Christi zusammen haben wir dann das Wochenende tourimässig verbracht. Am Samstag waren wir abends auf der Bourbon Street (die Partymeile für alle Touris) unterwegs und anschliessend auf der Frenchman Street (die Partymeile für alle Nicht-Touris, also viel cooler).

Ausserdem: Fahrrad beim Wal*Mart gekauft, Unwetter überstanden, Sonnenbrand geholt, sehr nette und verrückte Leute hier kennengelernt.



wassndashier?
Das ist Nawlins!, ein Weblog für Berichte und Erzählungen während meines Praktikums in New Orleans, Louisiana, USA.

inhalt
flickr!
www.flickr.com
mehr! mehr! mehr!
dankeschön











© 2005